Biken in Davos
Davos: Reisetipp aus der bikesport e-mtb Redaktion

Ein Naturtrail-Paradies

Davos: Reisetipp aus der bikesport e-mtb Redaktion

Davos ist vermutlich kein Geheimtipp mehr unter Bikern. Aber irgendwie doch. Denn selbst zu Hochzeiten ist man oft einsam auf den Trails unterwegs. Vielleicht liegt das aber auch am riesigen Wegenetz von Davos Klosters. Die beiden Gemeinden in den Schweizer Alpen haben sich touristisch zusammengeschlossen.
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Apropos Wege: In dieser Region gilt „Share the trail“. Das bedeutet, dass Wanderer und Biker sich die Wege teilen. Man könnte meinen, das sorgt für Konfliktpotenzial. Aber weit gefehlt. Mit Schweizer Gelassenheit und einer auffallend freundlichen Art machen Wanderer um Davos Klosters den Weg frei. Biker übrigens auch. Diese Art der gemeinsamen Nutzung funktioniert durchaus. Gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz sind vorausgesetzt.

Biken in Davos

Auf dem Trail vom Jakoshorn ist alles dabei: von flowig bis ruppig

Die Hotels in Davos Klosters wissen, was Biker wünschen

Davos, die höchstgelegenste Stadt der Schweiz auf 1560 Meter, ist politisch bekannt geworden mit dem Weltwirtschaftsforum. Dieses findet jährlich im Januar dort statt. Zu dieser Zeit soll Davos perfekt zum Skifahren oder Snowboarden sein. Die Pisten sind leer, allerdings dürfte es schwierig werden, eine Unterkunft zu bekommen. Zum Glück gibt es diesen Trubel im Sommer nicht. Die Hotels wissen, was Wanderer und Biker wünschen. Bereits ab 70 sFr. ist eine Übernachtung mit Frühstück zu bekommen. Darüber hinaus erhält jeder Biker ab einer Übernachtung (bei Buchung über den Ferienshop oder direkt im Bikehotel) einen Biketransport-Gutschein für die Bergbahnen. Mit der Gästekarte ist die Nutzung aller Bergbahnen sowie der Rhätischen Bahn frei. Ein lohnendes Angebot.

Die Stadt im Kanton Graubünden bietet neben einer guten Infrastruktur auch unzählige Sportmöglichkeiten. Vor allem Wanderer und Biker sind im Sommer anzutreffen. Aber auch Baden oder Wakeboarden auf dem Davoser See ist möglich. Darüber hinaus werden jeden Sommer einige Bike-Events und ein kostenloses Fahrtechnik-Programm angeboten. Infos dazu gibt es auf der Website von Davos.

Biken in Davos

Die Abfahrt ins Sertig ist einfach ein Traum

Danny MacAskill war schon da

Dass die Region interessant ist, hat sich bis zu Danny MacAskill rumgesprochen. Der schottische Bikeprofi hat hier die Trails unsicher gemacht. Auf seinen Spuren biken ist in Davos also kein Problem. Das berühmte Video „Home of Trails“ lässt vom PC aus träumen.

Damit die Trails auch allzeit bestens präpariert sind, beschäftigen Davos Klosters ein eigenes Trailbauer Team. Das freut Wanderer und Biker gleichermaßen. Die meisten Trails in Davos Klosters sind Naturtrails. Nur wenige sind extra für Biker gebaut worden. So zum Beispiel die Flowline an der Ischalp. Zu erreichen ist diese mit der Jakobshorn Bahn. DER gebaute Trail ist die Gotschna Freeride Piste in Klosters: Vorbild für die neue Piste war die legendäre „A-Line“ im kanadischen Whistler Mountain. 6 km Flow über Steilwandkurven und diverse Sprünge locken Anfänger und Profis. Eine wirklich gute Achterbahn!

Wer auf noch mehr Airtime steht, ist im Bikepark Davos bestens aufgehoben. Vom Pumptrack über Sprünge bis zur Schnitzelgrube für die weiche Landung ist hier alles dabei.

Klosters: Gotschna Freeride

Vorbild der Gotschna Freeride Piste war die „A-Line“ im kanadischen Whistler Mountain

Davos Klosters: Trails ohne Ende

Das Highlight der Region ist aber der „Alps Epic Trail Davos“, der längste Singletrail der Schweiz mit Auszeichnung. Mit über 80% Singletrailanteil ist der Trail von der IMBA ausgezeichnet worden und gehört somit zu den besten Trails der Welt! Der erste Aufstieg führt per Bahn auf’s Jakobshorn. Weiter geht es über knapp 40 km im auf und ab. Das ist an einem Tag zu schaffen – aber nur mit frühem Aufstehen! Zurück geht es per Rhätischer Bahn.

Eine Übersicht kann sich der Biker auf der Singletrail-Bike-Karte verschaffen, welche kostenlos an den Bergbahnen ausliegt. Oder man installiert sich die Davos Klosters App auf dem Smartphone. So hat man Liftkarten und offene Bergbahnen immer zur Hand. Die Auswahl ist riesig und eine Woche Bikeurlaub reicht mit Sicherheit nicht aus.

Für E-Mountainbiker empfiehlt sich die Pischa-Runde. Die ist nicht ganz unanstrengend, aber eine einsame Traumtour durch Hochalpines Gelände. Auf jeden Fall sollte man dort genügend Wasser mitnehmen und den Wetterschutz nicht vergessen! Denn eine Einkehr sucht man vergebens auf der Pischa. Die Bergstation ist im Sommer eine Geisterstation.

App, Banner

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Bergbahnen für Gäste inklusive

Da die Bergbahnen in der Gästekarte inklusive sind und nur der Biketransport gezahlt werden muss (20sFr./Tag), lohnt es sich auf jeden Fall, eine der Davoser Bergbahnen zu nutzen. Die Fahrt mit der Parsenn Standseilbahn ist ein Erlebnis. Einmal umsteigen und schon ist man auf über 2600 Meter. Schneereste liege hier meist auch noch im Sommer. Mal mehr, mal weniger. Von der Parsenn erschließen sich wiederum unzählige Abfahrten. Eine der schönsten ist die Abfahrt zum Strelapass. Flow pur. Eine Einkehr in der gleichnamigen Hütte ist empfehlenswert.

Nach dem Strelapass geht es entweder flowig auf dem Panoramaweg weiter zur Parsennhütte oder auf die Chörbshornrunde (etwas anspruchsvoller). Egal, wie man sich entscheidet: Die Landschaft ist einfach ein Traum und die Ausblicke an jeder Ecke sensationell.

Biken in Davos

Nichts für schwache Nerven: Einige Trails sind schmal und ausgesetzt

Chillen in der Schweiz

Auf jeden Fall ist es in Davos immer ganz gechillt. Die Schweizer Art der Entschleunigung. Ob im Tal oder in einer der Bergbahnen. Apropos Bergbahnen: Die meist gigantischen Gondeln transportieren auf einen Schlag bis zu 30 Bikes auf den Gipfel. Aber trotzdem ist alles entspannt. Das Personal ist überaus freundlich und hat sichtlich Spaß an diesem Arbeitsplatz. Mit einem „Schönen Tag“ wird jeder Gast aus der Gondel verabschiedet. Wenn man da keine schönen Urlaubstage in Davos Klosters hat…

Weiterer Reisetipp: Kärnten

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