Centurion No Pogo E mit neuem Bosch CX Motor Gen 4: E-MTB-Neuheit 2020

Centurion No Pogo E in neuem Gewand

Centurion No Pogo E mit neuem Bosch CX Motor Gen 4: E-MTB-Neuheit 2020

Erst kürzlich wurde der neue Bosch CX-Motor Gen 4 vorgestellt. Centurion hat jetzt bereits seine neue E-MTB-Palette gelauncht. Natürlich werden alle Modelle mit dem neuen Bosch-Motor angetrieben. Aber auch neue Geometrien und die Akkuintegration spielen eine große Rolle. Das Topmodell No Pogo E konnten wir in Bad Teinach im Schwarwald bereits ausgiebig fahren.
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Vom E-MTB zum Enduro

Das Centurion No Pogo E ist eigentlich ein komplett neues Bike und jetzt auch offiziell ein Enduro. Das ist sicher auch der überarbeiteten Geometrie zu verdanken. Das Bike steht deutlich aufgeräumter und moderner da.

„Electric Energy Inside“ ist das Motto der neuen E-Bike-Generation von Centurion. Das gesamte Portfolio wurde komplett überarbeitet und ist teils kaum wieder zu erkennen: Es wurde eine markante Formensprache entwickelt. Das neue Design zieht sich bis in jedes Detail und durch die ganze Produktfamilie. Die Wiedererkennbarkeit der Marke aus dem Schwäbischen soll damit gestärkt werden.

Bosch inside

Dreh- und Angelpunkt ist der neue Bosch CX. Der ist nicht nur über ein Kilogramm leichter als sein Vorgänger, sondern auch fast nur halb so groß: 40% weniger Volumen, so die Angabe. Auf der Antriebsseite ist er kaum mehr zu erkennen und verschwindet hinter der eigens von Centurion entwickelten Kurbel mit großem Kettenblatt. Wobei sich der Motor nicht verstecken muss! Der auffällige Kühlergrill setzt nicht nur einen Farbakzent, sondern erfüllt auch noch seinen Zweck: Be -und Entlüftung des Motors sind somit optimal gewährleistet.

Durch die kompakten Maße des Antriebs kann nun endlich auch ein kompakter Hinterbau mit dem Bosch-Motor konstruiert werden. Die Kettenstrebe ist im Fall des Centurion No Pogo E nur noch 445 Millimeter lang. Das kommt der Agilität zugute. Bestens aufgeräumt und vor Verlust geschützt ist jetzt auch der Speedsensor. Dieser ist nahezu unsichtbar in das Ausfallende integriert. Top!

Der neue CX-Motor selbst bietet mehr Power und das Ansprechverhalten ist spürbar verbessert. Er fühlt sich insgesamt softer an. Auch der spürbare Tretwiderstand jenseits der 25 km/h wie beim Vorgänger ist nicht mehr da. Dafür ist er lauter geworden. Vergleichbar mit dem Shimano Steps-8000. Wir hatten zwei Error-Meldungen und einen Ausfall der Unterstützung, was dem Vorserienmodell und der noch nicht endgültigen Software geschuldet war.

Bosch Performance Antrieb

Mehr Power, weniger Gewicht und kleineres Baumaß: Der neue Bosch Performance Antrieb

Unter Strom

Der integrierte Akku im Unterrohr fasst 625 Wattstunden und kann extern sowie intern geladen werden. Letzteres erfolgt bequem auf dem Oberrohr. „Easy Charge“ wurde die Ladebuchse getauft, welche sich durch einen magnetisch schließenden Deckel vor Schmutz und Wasser schützen lässt. Der Akku selbst kann per Schlüssel gesichert bzw. entnommen werden. Der Akku-Deckel selbst ist mit einem sicheren und einfach zu handhabenden Verschluss versehen. So sind Akku und Deckel voneinander getrennt und es kann auf Tour auch mal getauscht werden – so der Mitfahrer den gleichen Speicher an Bord hat.

Der Akku ist im Unterrohr integriert und separat vom Deckel zu entnehmen. Natürlich gut gesichert durch ein Schloss

Die Easy Charge Ladebuchse am Oberrohr. Gut zugänglich und geschützt vor Schmutz und Nässe dank Deckel mit Magnetverschluss

bikesport e-mtb 2/2019

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No Pogo für alle

Das Top-Modell des neuen Line-Ups ist für alle gedacht. Die Entwickler sprechen Einsteiger genauso an wie Enthusiasten. Ein sportliches, komfortables Bike mit Luft nach oben und für die meisten Fahrer absolut ausreichend. Das Fahrwerk ist so ausgelegt, dass auch eine aggressivere Fahrweise nicht zu Durchschlägen führen soll. Ein perfektes Bike also zum Fortschritte machen auf dem Trail. Auf jeden Fall ein eher abfahrtsorientiertes E-MTB.

Das No Pogo ist für die Abfahrt gemacht und spielt hier seine Stärken aus

Unser Testbike war das Flagschiff Centurion No Pogo E R3600i, ausgestattet mit einer FOX 36 Factory Gabel mit 160 mm Federweg und dem FOX Float DPX2 Factory Dämpfer mit 155 mm Federweg. Gebremst haben wir auf der neuen XT 4-Kolben Anlage. Die übrigen Teile kommen von Shimano, Procraft oder die Felgen von DT Swiss. Je nach Modell (es gibt drei No Pogos) und Preisklasse fallen die Specs entsprechend aus. Nur die Bereifung bleibt bei allen Modellen gleich und gut griffig: Maxxis DHF/DHR II-Reifen mit Exo-Karkasse auf 27,5 x 2,8 Zoll.

Hier geht’s zu unserem Reifentest

On Board oder optional

Alle neuen Modelle – nicht nur das Centurion No Pogo E – werden in Serie mit einer LED-Frontleuchte ausgeliefert. Die sportlichen Modelle kommen zusätzlich mit einem Batterie-Rücklicht mit USB-Ladeport. Für den Einsatz jenseits der StVO besteht die Möglichkeit, die Lichter auch abzuschrauben. Ebenfalls in Serie bei allen Centurion-Bikes ab der Saison 2020: eine Seitenständer-Aufnahme. Im Falle des Centurion No Pogo E besteht also die Möglichkeit, einen Seitenständer (Kostenpunkt ca. 25€) nachzurüsten. Auch tricky: Der Kettenstrebenschutz – der sich in allen Modellen findet – ist mit integrierten Luftkammern versehen, die Kettenschläge auffangen und dämpfen sollen.

Spot an! Der Scheinwerfer kann sich sehen lassen

Auf und Ab

Auch ein abfahrtsorientiertes Bike muss erstmal auf den Berg kommen. Im Falle des Centurion No Pogo E bietet sich der Uphill an. Der Motor schiebt ordentlich und so wird der Uphill zur Freude. Die kurzen Kurbeln von 165mm Länge verringern Pedalaufsetzer.

Einzig die Front könnte etwas flacher sein, denn das Vorderrad steigt leicht. Hier ist etwas Körpereinsatz gefragt. Dafür sorgt diese hohe Front in der Abfahrt dann für Sicherheit.

Bis ins Detail

Der Q-Faktor (Standbreite) ist mit 168 mm sehr gering. Die Ingenieure haben durch den asymmetrischen Einbau des Motors und unterschiedlich gekröpften Kurbelarmen diese geringe Bauweite erzielt. Dies führt zu einem natürlicheren Fahrgefühl und mehr Bodenfreiheit, was besonders in Kurvenfahrten von Vorteil ist und Bodenkontakt vermeidet. Auch nicht selbstverständlich ist die volle Lenkerbeweglichkeit: Die Gabel schlägt nicht an den Rahmen an. Ebenfalls erfreulich: Dank des Intube Akkus kann endlich wieder ein Flaschenhalter installiert werden.

Centurion No Pogo E mit Bosch CX Motor Gen 4: Fazit

Der neue Bosch CX macht Laune und wird den Markt sicher aufmischen. Das Bike ist ein Hingucker: Die Akku- und Motor-Integration, die aufgeräumten Züge (ohne einen Kabelbinder) und das neue Design sind stimmig und gefallen sehr gut. Der Motorgrill sieht cool aus. Centurion poliert mit der neuen Palette sein Image auf und stellt mit dem No Pogo E ein Top Enduro für eine breite Masse auf die Stollen. Erhältlich ist das Centurion No Pogo E in den Größen S, M und L, wobei die Bikes eher eine Nummer größer ausfallen bei einer geringen Überstandshöhe. Ab 1,90 m dürfte es trotzdem knapp werden. Nicht so in der Zuladung: Das maximale Systemgewicht liegt bei 150 kg. Das gilt für alle Centurion-E-Bikes. Verfügbar sollen die Bikes ab Ende August 2019 sein.

Die Preise liegen je nach Modell zwischen 4200 € und 6200 €.

Alle Informationen und Daten zu den neuen Centurion Bikes und zum neuen No Pogo E auf der Website des Herstellers.

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