E-Fullys, Test
E-Fullys im Test: Sieben Bikes der Saison 2019 von 4299 bis 6499 Euro

E-Fullys im Test: Vorhang auf!

E-Fullys im Test: Sieben Bikes der Saison 2019 von 4299 bis 6499 Euro

Die 2018er Bikesaison ist noch in vollem Lauf und doch setzen die E-Fullys von morgen bereits zum Sprung auf den Trail an. Grund genug, die neuesten Schöpfungen kennenzulernen!
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Verrückte (MTB-) Welt: Die aktuelle Bikesaison ist – hurra! – noch in vollem Gange, da klopfen bereits die 2019er Modelle an. Und auch, wenn wir den derzeitigen Bikes gar nicht abgeneigt sind: Die Gelegenheit, sieben der neuesten Bikes – das Gros davon 2019er Modelle, manche bereits seit kurzer Zeit verfügbar – zum intensiven Test nach Sölden, Österreich zu entführen, war zu verlockend.

Bunt gemischtes Testfeld

Das Testfeld setzt sich aus sieben E-Fullys zusammen, rangiert preislich vom 4299 Euro teuren E-All-Mountain Spectral:On 7.0 – dem Debüt von Canyon im E-MTB-Segment, bis zum exklusiven Hybride SL AMR X von Ghost – ein E-Enduro mit noblem Carbon-Hauptrahmen und Stahlfederbein.

Zwei Bikes, die mit einer Gemeinsamkeit punkten wollen: Für top Laufruhe und Tempo rotiert ein 29“-Vorderrad, für Agilität und Fahrspaß in engen Kehren sowie top Bergauftraktion ein 27,5“-Plus-Hinterrad. Giant schickt in Form seines neuen, knallorange-blauen Trance E+ SX 0 Pro ein All-Mountain/Endurofully mit potentem Fahrwerk ins Rennen, für das der taiwanische Bikeriese auf den mit Yamaha neu entwickelten SyncDrive-Pro-Motor setzt. Dieser potenziert die Beinkraft mit satten 80 Nm maximalem Drehmoment. Dazu gibt´s eine neue Lenker-Motorsteuerung, über die der Fahrer die fünf Motormodi dirigiert.

E-Fully im Test: Erklärung

Aufs übliche Lenkerdisplay verzichtet Giant: Gewählte Motorstufe und Akkuladestand liest man von der Lenkerfernbedienung ab. Die ergänzend entwickelte Giant-Smartphone-App erlaubt die individuelle Motorstufenjustage sowie die Tourennavigation. Den Stellenwert von Shimano am Antriebsmarkt belegt das Testfeld: Mit Ausnahme des Giant werkelt an jedem Bike der bewährte E-8000-Motor.

Während Ghost und Giant hierbei klar E-All-Mountain/Enduros darstellen, operiert das neu gestaltete Scott Spark eRide 920 als dezent raciges 29er-Tourenfully tendenziell am anderen Ende des E-Fullyspektrums. Dank ihrer größeren Federwege präsentieren sich das Conway eWME 629, das Cannondale Cujo Neo und das Simplon Steamer Compact (kurzhubiger Ableger des E-AM Steamer) als wildere Touren-/Trailfullys.

Überblick: Diese E-Fullys haben wir getestet

Marke Modell UVP Prädikat
Cannondale Cujo Neo 130 1Testbrief 5699 Euro Touren-Tipp
Canyon Spectral: On 7.0Testbrief 4299 Euro Allround-Tipp
Conway eWME 629Testbrief 4499 Euro
Ghost Hybride SL AMR X S7.7 LCTestbrief 6499 Euro Downhill-Tipp
Giant Trance E+ SX 0 ProTestbrief 5999 Euro
Scott Spark eRide 920Testbrief 4999 Euro
Simplon Steamer Compact XT-11Testbrief 5844 Euro

E-Fully im Test: Fahrleistungen auf hohem Niveau

Die Fahrleistungen des Testfelds bewegen sich insgesamt auf hohem Niveau. Das Herz von Ghost und Giant schlägt klar für die Abfahrt – je wilder, desto besser!

Jeweils ausgestattet mit sehr schluckfreudigen Fahrwerken respektive feinfühligem Stahlfederbein, giert das Duo nach heftigen Wurzelstakkatos und Steilabfahrten, gern auch im Bikepark. Den Joker in Sachen effizientes Klettern zieht dank des leichten Carbonrahmens das 21 Kilo leichte Ghost.

Giants Trance E+ SX inspiriert per spielerischem Handling zur kreativen Linienwahl, bietet enorme Fahrwerksreserven. Den potenten Allrounder mit klasse Federung für anspruchsvolle, lange Touren baut Canyon. Hier, wie auch am Ghost, geht die Idee unterschiedlich großer Laufräder – 29“ vorne, 27.5+“ hinten – voll auf!

Während das 29“-Vorderrad Stufen spielerisch überrollt, bringt das kompaktere 27.5+“-Hinterrad Agilität und top Traktion bergauf. Trailfeger mit tollem Handling, der beweist, dass etwas höheres Gewicht kein Problem ist, wenn man es kaschiert: das Cannondale. Leichtfüßige, agile Touren-/Trailfullys für tendenziell flowigeres Gelände gehen in Gestalt des 29er-Conway sowie des Simplon auf Trailpirsch. Mit dem Spark eRide 920 baut Scott ein uphillpotentes 29“-Tourenfully spritzigen Naturells.

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